Coronavirus: Was Sie bei einem Besuch in Deutschlands Touristen Hotspots erwartet

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Könnte die Coronavirus-Pandemie den Besuchern eine seltene Gelegenheit bieten, Fotos zu machen, ohne dass andere Menschen im Weg stehen, oder werden neue Einschränkungen das Erlebnis ruinieren? In Frankfurt sind die Restriktionen durch Corona jedenfalls gravierend, so dass viele Hotels in Frankfurt ihre Kapazitäten nicht ansatzweise auslasten können. Schauen wir uns an, wie einige der Top Sehenswürdigkeiten Deutschlands mit der gegenwärtigen Situation umgehen.

Elbphilharmonie Platz

Einige Besucher konnten eine kostenlose Eintrittskarte erhalten, ohne sich anstellen zu müssen. Sogar die berühmte gebogene Rolltreppe wurde von Zeit zu Zeit ohne Touristen gesichtet. Die Elbphilharmonie empfiehlt, im Voraus online zu buchen.

Aufgrund sozialer Distanzierungsvorschriften sind weniger Besucher als sonst erlaubt. Von der Wiedereröffnung der Aussichtsplattform am 25. Mai bis zum 12. August gab es nur etwa ein Drittel so viele Gäste wie zur gleichen Zeit des Vorjahres (331.048 gegenüber 895.944).

Kölner Dom

Der Besuch des Kölner Doms gestaltet sich heute oft schwieriger als vor der Pandemie. Aber wenn man erst einmal drinnen ist, haben hygienische Einschränkungen die Erfahrung umso überwältigender gemacht.

Gegenwärtig dürfen nur 300 Besucher die Kathedrale zu einem bestimmten Zeitpunkt betreten. Das kann vor allem am Wochenende zu langen Warteschlangen führen, aber so können Sie die größte Kirche Deutschlands relativ ungestört genießen.

In der Stille ist der Klang der alten Domuhr, wenn sie die Stunde schlägt, geradezu ohrenbetäubend. Aber vor der Pandemie konnte man es gar nicht hören – der Klang wurde vom Lärm tausender Besucher übertönt.

Wer den Turm besteigen will, muss auch mit langen Wartezeiten rechnen. Ein Einwegsystem, das alle 20 Minuten die Richtung wechselt, sorgt dafür, dass die auf- und absteigenden Besucher auf der schmalen Wendeltreppe nicht miteinander in Berührung kommen, so dass soziale Distanzierungsvorschriften eingehalten werden können.

Blumeninsel Mainau

Hektar um Hektar voller Blumen – und etwas Ruhe und Frieden. Die Blumeninsel im Bodensee verzeichnet nach Angaben eines Sprechers weniger Besucher aus dem Ausland und mit dem Bus.

„In den letzten Jahren haben wir an einem Tag mit gutem Wetter 7.000 bis 8.000 Besucher empfangen“, sagte ein Sprecher. Normalerweise sehen sie rund 1,2 Millionen Besucher pro Jahr. „Dieses Jahr werden wir nicht die gleichen Zahlen sehen“, sagte sie.

Fuer die Besucher bedeute dies jedoch ein entspannteres Erlebnis, so dass sie das Arboretum in Ruhe bewundern können, erklärte die Sprecherin. Ihre historische Baumsammlung, in der über 45 Meter hohe Riesenmammutbäume zu sehen sind, bietet mehr als genug Platz für Besucher. Selbst bei warmen Temperaturen bleibt die Insel angenehm kühl.

Frauenkirche Dresden

Nach acht Wochen geschlossener Türen wurde die Dresdner Frauenkirche Mitte Mai wieder für Besucher geöffnet. Allerdings wurde der Zugang zur Kuppel und zur Kirche fuer private Gebete, Gottesdienste und Konzerte deutlich eingeschränkt.

Nur noch 50 Personen können die Kuppel gleichzeitig besuchen, die Kapazität in der Kirche wurde auf 40 begrenzt und bei Konzerten können nur noch etwa 350 der 1.660 Plätze genutzt werden. Die Stiftung Frauenkirche Dresden rechnet in diesem Jahr nur noch mit der Hälfte der Gästezahl.

Die weltberühmte Kirche aus dem 18. Jahrhundert, die am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört und nach der Wiedervereinigung Deutschlands akribisch restauriert wurde, empfing in der ersten Hälfte dieses Jahres nur ein Drittel der normalen Besucherzahl.

„Die Besucherzahlen haben sich im Juni, Juli und August deutlich verbessert“, sagte Direktorin Maria Noth, und es kamen mehr deutsche und europäische Touristen als üblich. „Die Kirche ist geräumig und gut belüftet, was uns einen Vorteil verschafft“, sagte sie.

Schloss Neuschwanstein

König Ludwig II. war ein ungeselliger Typ und suchte Einsamkeit im Schloss Neuschwanstein. Kurz nach seinem Tod im Jahr 1886 wurde das Schloss wieder für Besucher geöffnet und brachte Leben in sein ehemaliges Refugium zurück.

Das im süddeutschen Allgäu gelegene „Märchenschloss des Königs“ zog in der Hochsaison der vergangenen Jahre täglich bis zu 6.000 Touristen an. Während der Pandemie sind es nach Angaben der Bayerischen Schlösserverwaltung in München immer noch rund 1.080 täglich, wobei die Menschen ein Ticket im Voraus online buchen müssen.

Besonders beliebt ist Neuschwanstein bei Touristen aus dem Ausland. Normalerweise werden 28 Prozent der Touren auf Englisch, 19 Prozent auf Deutsch und 19 Prozent auf Mandarin durchgeführt. Gegenwärtig werden jedoch 69 Prozent der Führungen auf Deutsch durchgeführt.

Für den Schlossdirektor Patrick Korb war die „Korona-Saison“ eine interessante Erfahrung. Er hätte nie gedacht, dass er eines Tages Führungen mit nur 10 Teilnehmern leiten würde.

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